Home | E-Mail | Impressum
Generationenhaus Möhringen, Gemeinsam leben im Stadtbezirk

Bericht aus der Projektewerkstatt: AG „Willkommenskultur“

Am 15.03.2014 fand in Möhringen die Projektewerkstatt “Gemeinsam leben in Möhringen” statt, die Bürger/innen des Stadtteils einlud, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Projekte für ein gutes Miteinander in Stadtbezirk zu entwickeln. Wir veröffentlichen nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen, heute die Ergebnisse der AG „Willkommenskultur“.

Moderiert von Herrn Pfarrer Maier-Revoredo arbeitete die Gruppe die folgenden Ergebnisse aus:

1. Schaffung der Stelle eines/r Migrationsbeauftragten bzw. Integrationsbeauftragten.
Die Flüchtlinge haben ihre hauptamtlichen Betreuer, an die sie sich mit (fast) allen Fragen wenden können. An wen können sich Migranten wenden, die keine Flüchtlinge sind?
Die Stelle wäre von der Stadt zu schaffen, evtl. in Kooperation mit Verbänden wir Caritas, Diakonie etc.

2. Integrative Maßnahmen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen:

  • Turnier einer Sportsparte bzw. eines Vereins (z.B. Fußball), zu dem Migranten eingeladen werden
  • Ein Willkommensfest, einmal jährlich im Bürgerhaus, bei dem alle neu angemeldeten Migranten eingeladen werden und auf dem sich Vereine, Kirchengemeinden etc. präsentieren. Zuständig: Bezirksamt
  • Nachbarschafts- bzw. Stadtteilfeste. Zuständig: Bezirksamt/Vereine/Kirchengemeinden/ Bürger
  • Ausdehnung des Stuttgarter Projektes ‚Big Brother – Big Sister‘ (Patenschaften zur Freizeit­gestaltung mit Migrantenkindern) auch auf den eigenen Stadtteil – müsste von ‚Big Brother – Big Sister‘ eingefädelt werden.
  •  Kirchengemeinden sollten im Anschluss an ihre Gottesdienste Begegnungsmöglichkeiten anbieten.
  • Kindergärten könnten mit Informationsabenden die Eltern ihrer Kinder erreichen bzw. mit Festen u.ä. Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
  •  An der geplanten Flüchtlingsunterkunft sollte ein schwarzes Brett angebracht werden, das über Zuständigkeiten, Angebote und Vernetzungen informiert.
  • Eine ‚Internationale Seite‘ in Stuttgarter Tageszeitungen, um ‚Migranten ein Gesicht zu geben‘.
  • Bildung eines Kreises ehrenamtlicher Betreuer für die zu erwartenden Flüchtlinge

Aus der – sicher zu ergänzenden – Liste wird deutlich, dass eine Willkommenskultur auf vielen Ebenen der Gesellschaft geschaffen werden muss und es nicht nur eine zuständige Stelle geben kann.

Jede/r BürgerIn ist aufgerufen, zumindest durch Information über das Herkunftsland von Migranten, die in seiner/ihrer Nähe wohnen oder arbeiten, seinen/ihren Beitrag zu leisten.

In der abschließenden Diskussion wurde darauf verwiesen, dass einiges von den o.g. Punkten schon versucht wurde bzw. zentral in der Stadt Stuttgart schon vorhanden ist. Geklärt werden muss, was zentral für alle in Stuttgart und was in jedem Stadtbezirk getan bzw. angeboten werden muss.

Offen blieb auch, inwieweit Migranten gezielt eingeladen werden können, d.h., inwieweit das Bezirksamt Zugriff auf Daten des Einwohnermeldeamts hat.

Die Gruppe wird auch nach der Projektewerkstatt an den Ideen weiterarbeiten. Wenn Sie noch dazustossen wollen, dann nehmen Sie bitte Kontakt zum Bezirksamt auf (Frau Weis 216-60930).



Hinterlasse eine Antwort

This blog is kept spam free by WP-SpamFree.