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Generationenhaus Möhringen, Gemeinsam leben im Stadtbezirk

Bericht aus der Projektewerkstatt: AG ‚Netzwerke‘

Am 15.03.2014 fand in Möhringen die Projektewerkstatt “Gemeinsam leben in Möhringen” statt, die Bürger/innen des Stadtteils einlud, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Projekte für ein gutes Miteinander in Stadtbezirk zu entwickeln. Wir veröffentlichen nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen, heute die Ergebnisse der AG ‚Netzwerke‘.

Die Arbeitsgruppe ‚Netzwerke‘, moderiert von Brigitte Reiser, kam zu folgenden Ergebnissen:

1. Die Organisation einer Vernetzungsveranstaltung für die Möhringer Institutionen und Aktiven wird von der Gruppe in Angriff genommen.

Es gibt schon viele Netzwerke, Vereine, Initiativen, aktive Bürgerinnen und Bürger in Möhringen. Die einzelnen Akteure wissen aber zu wenig voneinander oder kennen sich gegenseitig nicht. Es gibt auch schon diverse Koordinationsgremien in Möhringen (u.a. Stadtteilrunde, AG Möhringer Vereine, Generationenhaus Möhringen), aber auch diese Gremien sind zumeist zu wenig in Kontakt miteinander, so dass viele Aktivitäten parallel laufen, ohne dass man einen Überblick über alle Aktivitäten hätte. Es wäre deshalb wichtig, alle Aktiven bei einer Veranstaltung zusammenzubringen, um Gelegenheit zu geben, sich kennenzulernen, Informationen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich über Bereichs- und Institutionsgrenzen hinweg stärker zu vernetzen.

Angedacht wird im Moment eine Abendveranstaltung, aber auch ein ‚Markt der Möglichkeiten‘ wäre denkbar.

2. Es ist zu prüfen, ob einzelne Netzwerke auch gebündelt werden können (z.B. die Stadtteilrunde und die Steuerungsgruppe des Generationenhauses), um so den Gremien mehr Zulauf zu verschaffen.

3. In Möhringen fehlt seit Jahren ein professioneller Stadtteilvernetzer/eine Stadtteilvernetzerin. Mittel von der Stadt gibt es für eine solche Stelle nicht. Die AG „Netzwerke“ schlägt vor, dass das Bezirksamt eine Recherche nach möglichen Fördermitteln von Stiftungen oder EU-Programmen vergibt.

4. Informationen über Angebote und Dienste in Möhringen sollten gebündelt in einer gedruckten Broschüre vorliegen, die an alle Neubürger verteilt wird.

In der Arbeitsgruppe wurden in der Diskussion die Herausforderungen, Stärken und Schwächen von Netzwerken diskutiert. Folgendes wurde angesprochen:

  • Eine große Herausforderung für die bestehenden Netzwerke und Institutionen in Möhringen besteht darin, die Menschen mit wenig/ohne Sozialkontakte zu erreichen. Hier müsste man besondere Zugangsstrategien ausarbeiten. Konsens herrschte darüber, dass zu den wichtigen Zielgruppen Migranten, Flüchtlinge, junge Familien, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen zählen.
  • Ehrenamtliche sind für viele Projekte unerlässlich. Wo erhalten Freiwillige aber die inhaltliche Unterstützung / die Supervision, die sie brauchen? Wer könnte diese Beratungsfunktion für Freiwillige im Bezirk übernehmen?
  • Der örtliche Handel ist ein wichtiger Gemeinwesenakteur, weil auch diejenigen ohne Sozialkontakte zumindest zum Einkaufen müssen. Entsprechend sollten die örtlichen Geschäfte noch stärker Informationsplattformen sein mit „schwarzen Brettern“ zur Information über Veranstaltungen, Angebote und Gesuche. Mit dem örtlichen Einzelhandel sollte dazu ein Informationsaustausch stattfinden.
  • Möhringen braucht noch eine Reihe von Themennetzwerken, die auf Problemlagen unserer Zeit eingehen. Z.B. bräuchte es eine ‚Allianz für Demenz‘ und ein Palliativ-Netzwerk, die beide die Bevölkerung aufklären und Betroffene stärker unterstützen könnten. Für eine ‚Allianz für Demenz‘ gibt es derzeit auch Bundesmittel.
  • Einig war sich die Gruppe darüber, dass Netzwerke generationenübergreifend, inklusiv und milieuübergreifend sein sollten. Netzwerke bieten viele Vorteile: sie sind flexibel und attraktiv für Menschen, die nicht-institutionalisierte Formen des Engagements suchen. Gleichzeitig sind Netzwerke oft auch weniger nachhaltig und verbindlich, als institutionalisierte Formen des Engagements wie Vereine. Generell stellt sich bei Netzwerken die Frage nach der rechtlichen Absicherung der Vernetzer und danach, wie auch ohne Vereinsstruktur und offiziellem Gemeinnützigkeitsstatus öffentliche Förderung erhalten werden kann.

Plakat AG Netzwerke

Die Gruppe wird an den oben genannten Ergebnissen weiterarbeiten. Als erstes soll eine Vernetzungsveranstaltung im Bezirk organisiert werden. Wenn Sie noch mitmachen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt zum Bezirksamt auf (Frau Weis 216-60930).



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