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Generationenhaus Möhringen, Gemeinsam leben im Stadtbezirk

Das eigene Haus stiften – eine Option für Ältere

Wer ein eigenes Haus hat, das im Alter immer mehr zur Belastung wird, der kann die Immobilie auch in eine gemeinnützige Stiftung einbringen und damit Gutes tun.

Die Stuttgarter Gemeinschaftsstiftung der Caritas bietet Hausstiftern eine lebenslange Rente plus ein lebenslanges Wohnrecht im eigenen Haus an. Die Stiftung fördert ausschließlich die Arbeit des Stuttgarter Caritas-Verbandes und verfolgt gemeinnützige und karitative Zwecke. Die „Caritas-Hausstifter-Rente“ wird am 9. April 2014 ab 15 Uhr in der BW-Bank-Filiale auf dem kleinen Schlossplatz vorgestellt. Machen Sie sich bei Interesse einfach kundig über dieses Modell.

Bericht aus der Projektewerkstatt: AG „Leben und Wohnen“

Am 15.03.2014 fand in Möhringen die Projektewerkstatt “Gemeinsam leben in Möhringen” statt, die Bürger/innen des Stadtteils einlud, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Projekte für ein gutes Miteinander in Stadtbezirk zu entwickeln. Wir haben nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen veröffentlicht, heute kommt der letzte Bericht aus der AG „Leben und Wohnen“.

Moderiert von Frau Steinmaier fanden sich in dieser Gruppe elf  Teilnehmer/innen zusammen. Viele davon sind auch in der AG ‚gemeinschaftliches Wohnen‘ des Netzwerk Neue Nachbarschaften in Möhringen aktiv. Deshalb konzentrierte sich die Diskussion in dieser AG auch auch ganz auf das gemeinschaftliche Wohnen, vor dem Hintergrund, dass in Möhringen aktuell ein Grundstück für diesen Zweck zur Verfügung steht.

Zuerst wurde in der Gruppe abgefragt, welche Beweggründe bei den Teilnehmer/innen für das gemeinschaftliche Wohnen dominieren. Da kamen viele interessante Facetten zutage:

  • Ich mag nicht mehr jeden Abend alleine essen!
  • Ich möchte Kinder im Alltag erleben, auch wenn ich keine Eigenen haben kann
  • Um Anregung und Gebrauchtwerden zu erfahren, möchte ich gerne in einer Gemeinschaft leben!
  • Verinselung der Gesellschaft zieht häufig die Vereinsamung nach
  • Wir möchten unserem Leben mehr „Leben“ zufügen!
  • Durch gemeinsam nutzbare Räume Begegnungen schaffen
  • Die Stadtnähe ist mir wichtig
  • Es muss bezahlbar sein
  • Gibt es eine Möglichkeit auch finanziell schwächere Menschen zu integrieren?
  • Gemeinschaftliches Wohnen der Generationen stellen wir uns vor

Die Gruppe hat sich zu einer Grundstücksbegehung und zu zwei weiteren Treffen verabredet, die am 23.4 und 14.5. stattfinden werden. Falls Sie am Thema ‚gemeinschaftliches Wohnen in Möhringen‘ interessiert sind und bei einem Bauprojekt potentiell mitmachen wollen, dann melden Sie sich gerne bei Frau Reiser (414 77 92) oder bei Frau Weis vom Bezirksamt (216-60930).

Bericht aus der Projektewerkstatt: AG ‚Netzwerke‘

Am 15.03.2014 fand in Möhringen die Projektewerkstatt “Gemeinsam leben in Möhringen” statt, die Bürger/innen des Stadtteils einlud, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Projekte für ein gutes Miteinander in Stadtbezirk zu entwickeln. Wir veröffentlichen nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen, heute die Ergebnisse der AG ‚Netzwerke‘.

Die Arbeitsgruppe ‚Netzwerke‘, moderiert von Brigitte Reiser, kam zu folgenden Ergebnissen:

1. Die Organisation einer Vernetzungsveranstaltung für die Möhringer Institutionen und Aktiven wird von der Gruppe in Angriff genommen.

Es gibt schon viele Netzwerke, Vereine, Initiativen, aktive Bürgerinnen und Bürger in Möhringen. Die einzelnen Akteure wissen aber zu wenig voneinander oder kennen sich gegenseitig nicht. Es gibt auch schon diverse Koordinationsgremien in Möhringen (u.a. Stadtteilrunde, AG Möhringer Vereine, Generationenhaus Möhringen), aber auch diese Gremien sind zumeist zu wenig in Kontakt miteinander, so dass viele Aktivitäten parallel laufen, ohne dass man einen Überblick über alle Aktivitäten hätte. Es wäre deshalb wichtig, alle Aktiven bei einer Veranstaltung zusammenzubringen, um Gelegenheit zu geben, sich kennenzulernen, Informationen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich über Bereichs- und Institutionsgrenzen hinweg stärker zu vernetzen.

Angedacht wird im Moment eine Abendveranstaltung, aber auch ein ‚Markt der Möglichkeiten‘ wäre denkbar.

2. Es ist zu prüfen, ob einzelne Netzwerke auch gebündelt werden können (z.B. die Stadtteilrunde und die Steuerungsgruppe des Generationenhauses), um so den Gremien mehr Zulauf zu verschaffen.

3. In Möhringen fehlt seit Jahren ein professioneller Stadtteilvernetzer/eine Stadtteilvernetzerin. Mittel von der Stadt gibt es für eine solche Stelle nicht. Die AG „Netzwerke“ schlägt vor, dass das Bezirksamt eine Recherche nach möglichen Fördermitteln von Stiftungen oder EU-Programmen vergibt.

4. Informationen über Angebote und Dienste in Möhringen sollten gebündelt in einer gedruckten Broschüre vorliegen, die an alle Neubürger verteilt wird.

In der Arbeitsgruppe wurden in der Diskussion die Herausforderungen, Stärken und Schwächen von Netzwerken diskutiert. Folgendes wurde angesprochen:

  • Eine große Herausforderung für die bestehenden Netzwerke und Institutionen in Möhringen besteht darin, die Menschen mit wenig/ohne Sozialkontakte zu erreichen. Hier müsste man besondere Zugangsstrategien ausarbeiten. Konsens herrschte darüber, dass zu den wichtigen Zielgruppen Migranten, Flüchtlinge, junge Familien, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderungen zählen.
  • Ehrenamtliche sind für viele Projekte unerlässlich. Wo erhalten Freiwillige aber die inhaltliche Unterstützung / die Supervision, die sie brauchen? Wer könnte diese Beratungsfunktion für Freiwillige im Bezirk übernehmen?
  • Der örtliche Handel ist ein wichtiger Gemeinwesenakteur, weil auch diejenigen ohne Sozialkontakte zumindest zum Einkaufen müssen. Entsprechend sollten die örtlichen Geschäfte noch stärker Informationsplattformen sein mit „schwarzen Brettern“ zur Information über Veranstaltungen, Angebote und Gesuche. Mit dem örtlichen Einzelhandel sollte dazu ein Informationsaustausch stattfinden.
  • Möhringen braucht noch eine Reihe von Themennetzwerken, die auf Problemlagen unserer Zeit eingehen. Z.B. bräuchte es eine ‚Allianz für Demenz‘ und ein Palliativ-Netzwerk, die beide die Bevölkerung aufklären und Betroffene stärker unterstützen könnten. Für eine ‚Allianz für Demenz‘ gibt es derzeit auch Bundesmittel.
  • Einig war sich die Gruppe darüber, dass Netzwerke generationenübergreifend, inklusiv und milieuübergreifend sein sollten. Netzwerke bieten viele Vorteile: sie sind flexibel und attraktiv für Menschen, die nicht-institutionalisierte Formen des Engagements suchen. Gleichzeitig sind Netzwerke oft auch weniger nachhaltig und verbindlich, als institutionalisierte Formen des Engagements wie Vereine. Generell stellt sich bei Netzwerken die Frage nach der rechtlichen Absicherung der Vernetzer und danach, wie auch ohne Vereinsstruktur und offiziellem Gemeinnützigkeitsstatus öffentliche Förderung erhalten werden kann.

Plakat AG Netzwerke

Die Gruppe wird an den oben genannten Ergebnissen weiterarbeiten. Als erstes soll eine Vernetzungsveranstaltung im Bezirk organisiert werden. Wenn Sie noch mitmachen möchten, dann nehmen Sie bitte Kontakt zum Bezirksamt auf (Frau Weis 216-60930).

Bericht aus der Projektewerkstatt: AG „Willkommenskultur“

Am 15.03.2014 fand in Möhringen die Projektewerkstatt “Gemeinsam leben in Möhringen” statt, die Bürger/innen des Stadtteils einlud, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels Projekte für ein gutes Miteinander in Stadtbezirk zu entwickeln. Wir veröffentlichen nach und nach die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen, heute die Ergebnisse der AG „Willkommenskultur“.

Moderiert von Herrn Pfarrer Maier-Revoredo arbeitete die Gruppe die folgenden Ergebnisse aus:

1. Schaffung der Stelle eines/r Migrationsbeauftragten bzw. Integrationsbeauftragten.
Die Flüchtlinge haben ihre hauptamtlichen Betreuer, an die sie sich mit (fast) allen Fragen wenden können. An wen können sich Migranten wenden, die keine Flüchtlinge sind?
Die Stelle wäre von der Stadt zu schaffen, evtl. in Kooperation mit Verbänden wir Caritas, Diakonie etc.

2. Integrative Maßnahmen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen:

  • Turnier einer Sportsparte bzw. eines Vereins (z.B. Fußball), zu dem Migranten eingeladen werden
  • Ein Willkommensfest, einmal jährlich im Bürgerhaus, bei dem alle neu angemeldeten Migranten eingeladen werden und auf dem sich Vereine, Kirchengemeinden etc. präsentieren. Zuständig: Bezirksamt
  • Nachbarschafts- bzw. Stadtteilfeste. Zuständig: Bezirksamt/Vereine/Kirchengemeinden/ Bürger
  • Ausdehnung des Stuttgarter Projektes ‚Big Brother – Big Sister‘ (Patenschaften zur Freizeit­gestaltung mit Migrantenkindern) auch auf den eigenen Stadtteil – müsste von ‚Big Brother – Big Sister‘ eingefädelt werden.
  •  Kirchengemeinden sollten im Anschluss an ihre Gottesdienste Begegnungsmöglichkeiten anbieten.
  • Kindergärten könnten mit Informationsabenden die Eltern ihrer Kinder erreichen bzw. mit Festen u.ä. Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
  •  An der geplanten Flüchtlingsunterkunft sollte ein schwarzes Brett angebracht werden, das über Zuständigkeiten, Angebote und Vernetzungen informiert.
  • Eine ‚Internationale Seite‘ in Stuttgarter Tageszeitungen, um ‚Migranten ein Gesicht zu geben‘.
  • Bildung eines Kreises ehrenamtlicher Betreuer für die zu erwartenden Flüchtlinge

Aus der – sicher zu ergänzenden – Liste wird deutlich, dass eine Willkommenskultur auf vielen Ebenen der Gesellschaft geschaffen werden muss und es nicht nur eine zuständige Stelle geben kann.

Jede/r BürgerIn ist aufgerufen, zumindest durch Information über das Herkunftsland von Migranten, die in seiner/ihrer Nähe wohnen oder arbeiten, seinen/ihren Beitrag zu leisten.

In der abschließenden Diskussion wurde darauf verwiesen, dass einiges von den o.g. Punkten schon versucht wurde bzw. zentral in der Stadt Stuttgart schon vorhanden ist. Geklärt werden muss, was zentral für alle in Stuttgart und was in jedem Stadtbezirk getan bzw. angeboten werden muss.

Offen blieb auch, inwieweit Migranten gezielt eingeladen werden können, d.h., inwieweit das Bezirksamt Zugriff auf Daten des Einwohnermeldeamts hat.

Die Gruppe wird auch nach der Projektewerkstatt an den Ideen weiterarbeiten. Wenn Sie noch dazustossen wollen, dann nehmen Sie bitte Kontakt zum Bezirksamt auf (Frau Weis 216-60930).