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Generationenhaus Möhringen, Gemeinsam leben im Stadtbezirk

Mit ‘Generationen’ getaggte Artikel

Körperbehinderte Schüler und Senioren spielen gemeinsam Theater

Mittwoch, 02. Januar 2013

Mitte September 2012 startete das Theaterprojekt an der Schule für Körperbehinderte in Stuttgart: 5 körperbehinderte Jugendliche und 5 Senior/inn/en proben jeden Montag nachmittag gemeinsam auf der Theaterbühne. Gespannt warteten die Schüler beim ersten Treffen auf die Gäste. Nach einer kurzen Führung durch unsere Schule und einer kleine Stärkung mit Kaffee, Saft und selbstgebackenem Apfelkuchen in unserem Klassenzimmer landeten wir auf der Theaterbühne der Schule. In verschiedenen Theaterspielen und -übungen lernten sich junge und alte Schauspieler kennen. Alle waren so begeistert von der sympathischen Gruppe, dass sie sofort zusagten, am geplanten Theaterprojekt weiterhin teilzunehmen.

 
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Von Anfang an gingen alle Schauspieler unkompliziert und ohne Berührungsängste miteinander um. Jede Probe ist von großer Konzentration und Energie der Spieler ebenso wie von großem Spaß an der Sache geprägt.

 
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Im Oktober und November spielten wir einige Kinderspiele wie Faules Ei, Komm mit- lauf weg, Hans-guck-dich-um…und bearbeiteten diese mit theatralen Mitteln.  Anschließend stand eine Performance „Ich und mein wichtiger Gegenstand“ auf dem Programm. Stück für Stück wurde diese Performance um ein weiteres Element erweitert.

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Bei der gegenseitigen Vorführung der Theaterstücke waren alle Spieler von dem Ideenreichtum und Witz der anderen beeindruckt. Applaus!Nun ging es daran, Themen und Inhalte für unser geplantes Stück festzulegen. „Wenig Worte, viel Bewegung“ war der Wunsch von vielen, „ein Stück mit Musik“, „etwas, was wir selbst erfunden haben“ .

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Nach einer krankheitsbedingten Winterpause geht es ab Mitte Februar mit den Proben für unser Stück weiter. Alle freuen sich schon darauf……..und sind gespannt, wie sich das Projekt weiter entwickelt!

 

 

 

 

Experten fürs Leben

Montag, 04. Oktober 2010

Die diesjährige bundesweite Caritas-Kampagne „Experten fürs Leben“ stellt die Lebenserfahrungen der älteren Generation in den Mittelpunkt und will die generationenübergreifende Begegnung fördern. Junge Menschen profitieren von alten Menschen und umgekehrt. Auf der Caritas-Seite Experten fürs Leben schreiben 52 Autoren und Autorinnen über die unterschiedlichen Aspekte des Alterns und über die Erfahrungen junger Menschen mit dem Alter. Es ist ein sehr lesenswertes Online-Journal.

Die Caritas hat ihrer Kampagne noch einen TV-und Kinospot hinzugefügt, der die Botschaft vermittelt:  wir sollten für alte Menschen da sein so lange sie da sind. Das Video ist beeindruckend, – oder wie es in einem Blog-Kommentar heißt:  „Krasser Werbespot, der mitten ins Herz geht“. Wer den Spot noch nicht gesehen hat – hier ist er:

Zu Besuch in der Kindertagesstätte des Generationenzentrums Sonnenberg

Montag, 07. Juni 2010

Alt und Jung stärker zusammenführen – das ist das große Thema des Vernetzungsprojekts ‚Generationenhaus Möhringen‘. Welche Erfahrungen andere Einrichtungen im Stadtteil mit der Zusammenarbeit von Alt und Jung machen, habe ich in Sonnenberg im dortigen Generationenzentrum recherchiert.

Im April besuchte ich das Pflegeheim im Sonnenberger Generationenzentrum, im Mai nun die städtische Kindertagesstätte, die dort ebenfalls untergebracht ist. Im Gespräch mit der Kita-Leitung, Frau Maier, wollte ich erfahren, welchen Nutzen aus ihrer Sicht Kindern und Senioren durch die Zusammenarbeit über Generationengrenzen hinweg erwächst.

Sie zählte auf: Kinder lernen von den Senioren viel darüber, wie es früher war. Sie bauen Berührungsängste gegenüber Alter, Krankheit und Tod ab und tragen diese Erfahrung auch in ihre Familien bzw. in den Umgang mit älteren Angehörigen. Umgekehrt profitieren speziell demenzkranke Senioren von der Präsenz der Kinder, weil sie  sich durch diese ganz anders fördern lassen. Was manche Ergotherapeutin bei den Senioren nicht erreicht, schaffen die Kinder beim gemeinsamen Sport und Spiel mit den Demenzkranken ganz leicht.

Gefragt nach den Bedingungen, in deren Rahmen die Zusammenarbeit zwischen Alt und Jung gut gedeiht, nannte Frau Maier die folgenden Punkte (sie entsprechen den Tipps, die auch Herr Laible vom Generationenzentrum gab):
Freiwilligkeit und Zwanglosigkeit der Begegnung, Stück für Stück gegenseitiges Vertrauen aufbauen.

Die Kindertagesstätte nimmt an unserem Vernetzungsprojekt ‚Generationenhaus Möhringen‘ teil. Frau Maier steht speziell als Fachberaterin für das Leihgroßelternprojekt zur Verfügung.

Für die Weiterentwicklung unseres ‚Möhringer Generationenhauses‘ hat sie wertvolle Anregungen, die zum Nachdenken einladen:

Sie schlägt vor, das Bürgercafé, das einmal im Monat im Möhringer Bürgerhaus stattfindet, „auf Tour“ in die Stadtteile zu schicken, um auch Fasanenhofer und Sonnenberger Bürger besser einzubinden. Die Identifikation mit dem Projekt ‚Generationenhaus‘ wächst ihrer Ansicht nach, wenn es in die Stadtteile kommt. Gerade im Sonnenberger Generationenzentrum steht das ‚Café zur schönen Lau‘ als ein möglicher Ort für ein Bürgercafé zur Verfügung.

Wichtig ist nach Ansicht von Frau Maier auch, den Schwerpunkt des ‚Generationenhauses Möhringen‘ noch auszuweiten, und sich nicht nur um eine stärkere Begegnung zwischen Alt und Jung zu kümmern, sondern auch zwischen Arm und Reich, zwischen Migranten und Einheimischen, –  Stichwort ‚Integration‘:  Alters-, Schichten- Kulturen- und Stadtteilübergreifend.

Der Nutzen des Vernetzungsprojektes ‚Generationenhaus‘ muss ihrer Ansicht nach für die teilnehmenden Einrichtungen ganz klar ersichtlich sein, wenn man deren Engagement möchte. Der Alltag der Einrichtungen im Stadtteil ist durch „viel Arbeit und wenig Zeit“ gekennzeichnet. Ein Anreiz, beim ‚Generationenhaus‘ mitzumachen, ergibt sich speziell dann, wenn das Projekt ganz einfach an die Tätigkeit der Einrichtung andocken kann. Und dies erreicht man durch eine erweiterte Interpretation des ‚Generationenhaus‘-Gedankens, der auf Inklusion zielen sollte, – nicht nur bezogen auf das Alter, sondern auch – wie oben erwähnt – auf die Inklusion von Schichten, Stadtteilen, Nationalitäten usw.

Für mich brachte der Besuch in der Kindertagesstätte wichtige Anregungen und Gedanken für unser ‚Generationenhaus‘-Projekt, die wir diskutieren sollten. Wie denken Sie über die hier geschilderten Anregungen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

Zu Besuch im Generationenzentrum Sonnenberg

Donnerstag, 29. April 2010

Mit unserem Projekt ‚Generationenhaus Möhringen‘ wollen wir Alt und Jung wieder häufiger zusammenbringen und die örtlichen Einrichtungen, Vereine und Initiativen untereinander vernetzten.

Wie eine Begegnung der Generationen gelingen kann, – mit diesem Thema befassen sich manche Einrichtungen tagtäglich. Sie können uns insofern wertvolles Wissen weitergeben. Eine solche Experteninstitution für die Zusammenarbeit  über Generationen hinweg haben wir  in unserem eigenen Stadtteil: das Generationenzentrum Sonnenberg. Es umfasst eine Pflegeeinrichtung mit vollstationärer Pflege, Kurzzeit- und Tagespflege. Und gleichzeitig eine Tageseinrichtung für Kinder. Ich kenne beide Einrichtungen persönlich sehr gut und habe mit Herrn Marc Laible, der im Generationenzentrum Sonnenberg für den Sozialdienst zuständig ist, ein Gespräch geführt.

Ich wollte von Herrn Laible wissen, wie denn die Zusammenarbeit von Alt und Jung in seiner Einrichtung konkret aussieht und welche Tipps er uns für den Aufbau des Generationenhauses Möhringen geben kann.

Zuerst haben wir uns über die Begegnung von Alt und Jung im Sonnenberger Generationenzentrum unterhalten. Seit über einem Jahrzehnt gibt es dort die Kindertageseinrichtung und einen engen Kontakt zwischen Kindern und Senioren: man trifft sich bei den gemeinsamen Festen im Jahresablauf, beim gemeinsamen Essen von Alt und Jung im Speisesaal und bei festen Gruppenterminen, bei denen Kinder und Senioren zusammen spielen und basteln oder sich Geschichten erzählen von früher und heute. Es gibt sogar einen gemeinsamen Chor – die Sonnenberger Parkspatzen – wo Kinder und Senioren zusammen singen und auftreten. Über die Jahre hinweg haben sich beide Seiten so gut kennengelernt. Kinder und Senioren profitieren voneinander: die Senioren haben durch die Kinder die Jugend im Haus und die Kinder lernen von den Erfahrungen der Älteren.

Gefragt, welche Tipps er uns für den Aufbau des Generationenhauses Möhringen mit auf den Weg geben könne, meinte Herr Laible:

aus seiner Sicht sehr wichtig ist die zwanglose Begegnung der Generationen, die jeder Seite Freiräume lässt, also niemanden zur Kooperation zwingt. Beispielsweise ist unser Möhringer Bürgercafé ein solch zwangloser Ort der Begegnung, das einmal monatlich im Möhringer Bürgerhaus stattfindet. Orte der Begegnung zu schaffen ist aus  Sicht Herrn Laibles noch wichtiger als institutionelle Angebote wie Kurse und Arbeitskreise einzurichten. Wenn jedoch der Wunsch seitens der Zielgruppen wächst, eine gemeinsame Aktivität wie einen Kurs auf die Beine zu stellen, so ist dies unbedingt zu unterstützen.

Er selbst kann sich gut vorstellen, dass das Sonnenberger Generationenzentrum  einmal ein Bürgercafé in Möhringen ausrichtet oder die Türen des Generationenzenrums sich öffnen, um das ‚Möhringer Bürgercafé on Tour‘ in Sonnenberg zu empfangen. Einen schönen Platz gibt es hier – das Café zur schönen Lau im Generationenzentrum, das Dienstag bis Sonntag von 14.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet hat. Auch hier treffen sich die  Generationen zum gemeinsamen Austausch.